
Knappe 2 Jahre ist es her, daß diese Band fast wie ne Bombe einschlug. War ihr Erstling noch ne Mischung aus "Ups" und Geheimtip, folgte mit „The 59‘ Sound“ ein Album, das richtig Furore machte und man hörte Meinungen wie: DAS sind die Songs, die Bruce Springsteen in den letzten ca. 10 Jahren hätte schreiben sollen, die ihm aber nicht gelungen sind.
Und da war schon ein Quäntchen Wahrheit dabei....ohne Zweifel.
Es ist sicher sehr schwierig, nach diesem wirklich exzellenten Album ein weiteres nachzulegen UND dabei nicht abzukacken.
Um es vorwegzunehmen: abgekackt sind sie nicht. Aber so ganz gepackt habens die Jungs um Brian Fallon eben auch nicht....die Erwartungshaltung war vielleicht auch ne Spur zu übermächtig. Also wieder eine Spur zurück auf den Boden der Tatsachen....und dann macht auch dieses Album wirklich Spass.
Es fehlen ein wenig die Hymnen, die ausufernden Rhythms in Richtung "Boss²". Die rohe Energy, der Sturm und Drang des Vorgängers ist hier über einige Strecken spürbar geweichen.
Es fehlt aber auch -und das ist wirklich nicht übel- dieser hallige Beigeschmack in der Stimme von Fallon.
Das Album ist insgesamt produktionstechnisch wohl etwas mehr in Richtung "reduce to the max" geraten....tut ihm einerseits gut, andererseits: siehe Erwartungshaltung.
Trotz diesem Hin und Her: es ist ein gutes Album geworden...streckenweise sogar sehr gut.
Nach den ersten 2 Durchläufen ist es mir knappe **** wert, die sich aber festigen sollten. "The 59` Sound" hatte ich damals in meiner Euphorie mit ***** bewertet, es passt also.
Tracklist:
01 American Slang
02 Stay Lucky
03 Bring It On
04 The Diamond Church Street Choir
05 The Queen of Lower Chelsea
06 Orphans
07 Boxer
08 Old Haunts
09 The Spirit Of Jazz
10 We Did It When We Were Young


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